Time-to-Competency: Die Metrik, die wirklich zählt

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02
Feb.
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Time-to-Competency: Die Metrik, die wirklich zählt

Seit Jahren wird der Erfolg von eLearning-Erfahrungen anhand der folgenden gängigen Metriken gemessen: Kursabschlussquoten, Zufriedenheitswerte beim Lernen und Tests.

Time-to-Competency: Die Metrik, die wirklich zählt
Time-to-Competency: Die Metrik, die wirklich zählt

Lernerfolg durch Leistung

Obwohl viele Metriken zwar oberflächliche Antworten liefern, gehen sie jedoch nicht auf die wichtigste geschäftsbezogene Frage ein: „Wie schnell können Lernende ihre Aufgaben ausführen?“ Genau hier bietet die „Time-to-Competency“ (TTC) einen erheblichen Mehrwert. Anstatt nur die Lernaktivität zu betrachten, wird hier die Wirkung des Lernens untersucht, indem ermittelt wird, wie lange ein Lernender benötigt, um ein angemessenes Kompetenzniveau zu erreichen.

Was ist Time-to-Competency?

Der Begriff „Time-to-Competency” bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Beginn des Lernprozesses und dem Zeitpunkt, zu dem ein Lernender alle erforderlichen Aufgaben gemäß den festgelegten Leistungsanforderungen ausführen kann. Im Gegensatz zu abschlussspezifischen Metriken wird hier eher die Fähigkeit als der Verbrauch bewertet. Kompetenz ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Beherrschung. Vielmehr bezeichnet Kompetenz die Fähigkeit, Wissen und Fähigkeiten korrekt, selbstständig und sicher anzuwenden. Somit misst der TTC die Lücke zwischen dem Lernprozess und der Leistung.

Warum traditionelle Lernmetriken zu kurz greifen

Die Abschlussquoten spiegeln eher die Anwesenheit als die Effektivität wider. Man kann zwar einen Kurs abschließen, aber dennoch nicht über genügend Selbstvertrauen oder Fähigkeiten verfügen, um das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Außerdem wird in Tests nur das kurzfristige Behalten von Wissen geprüft und nicht die langfristige Anwendung.

Umfragen zur Zufriedenheit der Lernenden sind zwar wichtig, geben jedoch eher Aufschluss über die Leistung als über die Wahrnehmung. Ein Kurs kann gleichzeitig ansprechend und ineffektiv oder anspruchsvoll und wirkungsvoll sein. Keine dieser Messgrößen spiegelt jedoch wider, inwiefern das Gelernte zur Unternehmensproduktivität und -qualität beigetragen hat. Bei der Time-to-Competency verlagert sich der Schwerpunkt von der Frage „Haben sie den Kurs abgeschlossen?“ hin zu „Können sie die Aufgabe erfüllen?“.

Warum Time-to-Competency für Unternehmen wichtig ist

Für Unternehmen hat die TTC einen direkten Einfluss auf das Risikomanagement und die betriebliche Effizienz:

  • Verkürzte Onboarding-Zeit

Ein schnelles Onboarding neuer Mitarbeiter bedeutet, dass diese schneller Umsatz generieren können.

  • Gesteigerte Leistung

Wenn Mitarbeiter schneller Kompetenzen entwickeln, machen sie weniger Fehler und benötigen weniger Betreuung. Qualifikationslücken werden geschlossen, da die TTC Bereiche aufzeigt, in denen Lernende sich verbessern müssen.

  • Sinnvollere Investitionen in die Weiterbildung

Das Unternehmen kann beurteilen, welche Weiterbildungsprogramme zu einer schnelleren Leistungssteigerung führen.

In regulierten Branchen kann eine kürzere und dokumentierte TTC auch dazu beitragen, Compliance-Risiken zu reduzieren, indem sichergestellt wird, dass die Mitarbeiter über die erforderlichen Kompetenzen für die Ausführung kritischer Aufgaben verfügen.

Die Definition von Kompetenz: Der entscheidende erste Schritt

Um die Time-to-Competency messen zu können, muss zunächst einmal definiert werden, was Kompetenz überhaupt bedeutet. Genau daran scheitern Unternehmen seit jeher. Der Begriff „Kompetenz“ sollte in Zusammenarbeit mit folgenden Akteuren definiert werden:

  1. Subject Matter Experts (SMEs)
  2. Linienmanager
  3. Leistungsstarke Mitarbeiter

Wenn Kompetenzen klar definiert sind, kann man sie auch leichter beobachten und messen. Anstatt sich also auf Wissen zu konzentrieren, sollte man sich bei der Definition von Kompetenzen auf Handlungen und Ergebnisse konzentrieren. Zum Beispiel ist „kann Kundenprobleme selbstständig innerhalb der vereinbarten Service-Levels lösen” besser messbar als „kennt sich mit dem Produkt aus”. Wenn Kompetenzen nicht klar definiert sind, kann man auch nicht zuverlässig messen, wie lange es dauert, bis jemand sie beherrscht.

Methode zur Messung der Time-to-Competency

Die TTC-Messung erfordert zwar an sich keine komplizierten Verfahren, jedoch ist eine gewisse Planung erforderlich. Zu den verwendeten Methoden gehören:

  • Leistungscheckliste

Der Vorgesetzte überprüft, ob die Lernenden die Aufgabe selbstständig ausführen können.

  • Bewertung am Arbeitsplatz

Die Arbeitsaufgaben werden unter realen Arbeitsbedingungen bewertet.

  • Simulationsbewertungen

Die Fähigkeiten werden in der Praxis unter Beweis gestellt.

  • Operative Leistungskennzahlen

Leistungskennzahlen sind operativer Natur, wie z. B. Fehlerquoten, Produktivität oder Kundenzufriedenheit.

Die Uhr beginnt zu ticken, wenn das Lernen beginnt, und hört auf zu ticken, wenn die Kompetenz nachgewiesen wurde – unabhängig davon, wann der Kurs endet.

Das Lernen so gestalten, dass die Time-to-Competency verkürzt wird

Sobald die TTC erfasst wurde, können die Lernstrategien optimiert werden, um sie zu verkürzen. Zu den wichtigsten Design-Prinzipien gehören:

  1. Rollenbasiertes Lernen

Konzentrieren Sie sich nur auf die für die Rolle erforderlichen Fähigkeiten und lassen Sie unnötige Inhalte weg.

  1. Praxisorientiertes Design

Priorisieren Sie Szenarien, Simulationen und praktische Anwendungen.

  1. Leistungsunterstützung

Stellen Sie Arbeitshilfen, Checklisten und Mikroressourcen bereit, wenn sie benötigt werden.

  1. Kombinierte Verstärkung

Kombinieren Sie digitales Lernen mit Coaching, Feedback und Unterstützung durch Kollegen.

Das Lernen sollte als Teil eines umfassenderen Leistungsökosystems betrachtet werden und nicht als eigenständiges Ereignis.

Häufige Fehler bei der Verwendung von Time-To-Competency

Unternehmen untergraben die Wirksamkeit von TTC häufig durch folgenden Fehler:

  1. Kompetenz wird als einmaliger Meilenstein und nicht als dauerhafter Zustand betrachtet.
  2. Es wird ausschließlich auf Selbstbewertungen gesetzt.
  3. Kontextfaktoren wie die Unterstützung durch Vorgesetzte oder die Arbeitsbelastung werden ignoriert.
  4. Die Messung erfolgt zu früh, bevor sich die Leistung stabilisiert hat.

Time-to-Competency funktioniert am besten in Kombination mit einer regelmäßigen Leistungsüberwachung und kontinuierlichen Verbesserung.

Zusammenfassung

Time-to-Competency ist ein Paradigmenwechsel im Denken. Der Zweck des Lernens ist das Erreichen von Kompetenz und nicht das Lernen an sich. Für L&D-Fachleute ist es ein Glaubwürdigkeitsfaktor, der sich auf Lernergebnisse konzentriert, die mit den Zielen der Unternehmen übereinstimmen. In einer Welt, in der sich Fähigkeiten schnell ändern und der Produktivitätsdruck immer weiter zunimmt, können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, das Lernen isoliert zu betrachten. Die Frage ist nun nicht mehr, wie viel gelernt wurde, sondern wie schnell sich die Auswirkungen des Lernens bemerkbar gemacht haben. Time-to-Competency ist mehr als nur eine Statistik, es ist ein Paradigma, durch das das Lernen selbst an Bedeutung gewinnt.


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