LMS oder LXP: Welche Lernplattform ist die richtige für Ihr Unternehmen?

LMS oder LXP: Welche Lernplattform ist die richtige für Ihr Unternehmen? 1
10
Juni
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LMS oder LXP: Welche Lernplattform ist die richtige für Ihr Unternehmen?

Welche Lernplattform passt am besten zu den Anforderungen Ihres Unternehmens? Wenn Sie mehr über die Unterschiede zwischen LMS und LXP erfahren möchten, sind Sie hier genau richtig. In diesem Artikel erfahren Sie, was die beiden Plattformtypen auszeichnet, worin sie sich unterscheiden und welche Lösung sich für welche Anwendungsfälle am besten eignet.

LMS oder LXP: Welche Lernplattform ist die richtige für Ihr Unternehmen?
LMS oder LXP: Welche Lernplattform ist die richtige für Ihr Unternehmen?

LMS oder LXP – welche Lernplattform passt zu Ihrem Unternehmen?

Da sich die Arbeitswelt und die betriebliche Weiterbildung stetig weiterentwickeln, stehen L&D-Verantwortliche vor einer wichtigen Entscheidung: Sollten sie auf ein Learning Management System (LMS) oder auf eine Learning Experience Platform (LXP) setzen? Beide Lösungen unterstützen die Weiterbildung von Mitarbeitern, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. Während ein LMS vor allem strukturierte Schulungen und Compliance-Trainings bietet, setzt eine LXP auf personalisiertes und selbstgesteuertes Lernen.

Wer die Unterschiede zwischen LMS und LXP kennt, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterbildungsstrategie. Je nachdem, worauf Sie den Fokus legen – von Pflichtschulungen über individuelle Weiterbildung bis hin zu stärkerem Engagement der Mitarbeiter – kommt es darauf an, welche Plattform am besten passt. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, worin sich LMS und LXP unterscheiden, welche Funktionen sie bieten und welche Lösung am besten zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passt.

Was ist ein LMS?

Ein Learning Management System (LMS) ist eine Plattform, die entwickelt wurde, um strukturierte Schulungsprogramme bereitzustellen, zu verwalten und nachzuverfolgen. Schon seit langem bildet es das Rückgrat der betrieblichen Weiterbildung, besonders wenn es um Compliance-Trainings und formale Schulungsmaßnahmen geht.

Wichtige Funktionen eines LMS

  • Zentrale Verwaltung von Kursen
  • Fortschrittsverfolgung und Berichte
  • Tools für Compliance-Trainings
  • Verwaltung von Zertifikaten
  • Untestützung für Präsenzschulungen

Wann ein LMS die richtige Wahl ist

Ein LMS ist besonders geeignet, wenn Ihr Unternehmen:

  • Pflichtschulungen durchführen muss (z. B. Compliance oder Onboarding).
  • Den Fortschritt und die Abschlussquoten der Mitarbeiter verfolgen möchte.
  • Eine konsistente Durchführung von Schulungen sicherstellen will.
  • Gesetzliche oder regulatorische Anforderungen erfüllen muss.

Vorteile eines LMS

  • Umfassende Bericht- und Analysefunktionen
  • Strukturierte Lernpfade
  • Hoher Grad an administrativer Kontrolle
  • Zuverlässig für Schulungen mit Compliance-Fokus

Einschränkungen eines LMS

  • Oft wenig personalisierte Lernmöglichkeiten
  • Kann unflexibel oder veraltet wirken
  • Eingeschränkte Unterstützung für informelles oder soziales Lernen

Was ist eine LXP?

Eine Learning Experience Platform (LXP) ist eine moderne, lernzentrierte Lösung, die personalisierte, motivierende und selbstgesteuerte Lernerfahrungen in den Vordergrund stellt. Der entscheidende Unterschied zwischen LXP und LMS liegt im Ansatz – während das LMS eher administrativ gesteuert wird, steht beim LXP die Lernerfahrung der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Mehr dazu erfahren Sie im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Wichtige Funktionen eines LXP

  • Personalisierte Lernempfehlungen
  • Unterstützung von Microlearning und kurzen Lerneinheiten
  • Integration von informellen und sozialen Lernangeboten
  • Gamification-Elemente zur Motivation
  • Lerninhalte aus verschiedenen Quellen zusammenführen
  • Unterstützung für nutzergenerierte Inhalte

Wann ein LXP die richtige Wahl ist

Ein LXP ist besonders geeignet, wenn Ihr Unternehmen:

  • Lernen stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zuschneiden möchte.
  • Selbstgesteuertes und motivierendes Lernen fördern will.
  • Informelle Lernformen und soziale Interaktion einbinden möchte.
  • Die Lernbeteiligung erhöhen will.

Vorteile eines LXP

  • Hohe Personalisierung und individuelle Lernpfade
  • Förderung von selbstgesteuertem und sozialem Lernen
  • Motivierende Lernformate durch Gamification und interaktive Inhalte
  • Flexibel und modern, auch für unterschiedliche Lerntypen geeignet

Einschränkungen eines LXP

  • Weniger Kontrolle für Administratoren im Vergleich zu einem LMS
  • Strukturierte Pflichtschulungen sind weniger leicht umzusetzen
  • Für Compliance-Trainings nicht immer optimal

LMS vs. LXP: Die wichtigsten Unterschiede, die L&D-Fachleute kennen sollten

Um wirklich zu erkennen, worin LMS und LXP sich unterscheiden, genügt ein oberflächlicher Blick nicht. Wichtiger ist, wie jede Plattform das Lernen im Unternehmen unterstützt – sowohl strategisch als auch im täglichen Einsatz. Beide Systeme haben das gleiche Ziel: Wissen effizient zu vermitteln. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich darin, wie sie aufgebaut sind, welche Funktionen sie bieten und wie die Mitarbeiter die Plattform erleben.

1. Lernansatz

LMS und LXP unterscheiden sich vor allem darin, wie Lernen in der Praxis gestaltet wird. Ein LMS folgt meist einem festen, strukturierten Ablauf: Administratoren legen Kurse und Lernpfade fest und steuern, was die Mitarbeiter wann lernen. Das sorgt für klare Strukturen und Einheitlichkeit – besonders in Branchen, in denen Regeln und Vorgaben eingehalten werden müssen.

Ein LXP setzt dagegen auf Eigeninitiative: Mitarbeiter entscheiden selbst, welche Inhalte für sie relevant sind, wann sie lernen und auf welche Weise sie sich mit dem Material beschäftigen. Das macht das Lernen flexibler, motivierender und stärker auf die individuellen Interessen ausgerichtet. Genau diese unterschiedliche Herangehensweise prägt die Debatte zwischen LMS und LXP.

2. Personalisierung

Ein weiterer entscheidender Unterschied zwischen LXP und LMS liegt in der Personalisierung. Klassische LMS setzen oft auf einen One-Size-Fits-All-Ansatz. Sie bieten feste Lernpfade, die alle Mitarbeiter einer bestimmten Gruppe oder Rolle durchlaufen müssen – das kann schnell unflexibel wirken.

Ein LXP geht hier deutlich weiter. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse kann die Plattform Lerninhalte individuell an jeden Mitarbeiter anpassen. Dabei fließen Faktoren wie das Nutzerverhalten, persönliche Vorlieben oder konkrete Fähigkeitslücken ein. So wird das Lernen relevanter, motivierender und stärker auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten. Diese personalisierte Herangehensweise steigert nicht nur das Engagement, sondern fördert auch eine Kultur des selbstgesteuerten, kontinuierlichen Lernens.

3. Bereitstellung von Lerninhalten

In klassischen Learning Management Systems sind Schulungsinhalte meist zentralisiert und streng kontrolliert. Unternehmen laden interne Schulungsmaterialien hoch, und die Mitarbeiter arbeiten diese in einer festen Reihenfolge ab. Das sorgt zwar für ein einheitliches Lernerlebnis, kann aber schnell unflexibel wirken und den Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven oder aktuellen Inhalten einschränken.

Ein Learning Experience Platform geht hier deutlich flexibler vor. Sie bündelt Inhalte aus verschiedenen Quellen – von externen Anbietern über interne Bibliotheken bis hin zu nutzergenerierten Inhalten. Diese Vielfalt macht das Lernen abwechslungsreicher und motivierender. Statt einem festen Lernplan zu folgen, können Mitarbeiter aus unterschiedlichen Formaten wählen, etwa Videos, Artikel, Podcasts oder kurze Microlearning-Module. So wird die Lernreise deutlich dynamischer und stärker auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten.

4. Benutzererlebnis

In Sachen Benutzererlebnis spielen LXPs ihre Stärken voll aus. Klassische LMS konzentrieren sich oft stärker auf Funktionalität und administrative Aufgaben, was dazu führen kann, dass die Oberflächen für moderne Mitarbeiter veraltet oder unübersichtlich wirken.

LXPs setzen dagegen darauf, Lernen angenehm und motivierend zu gestalten. Sie orientieren sich häufig an bekannten Apps aus dem Alltag, bieten eine einfache Navigation, personalisierte Dashboards und interaktive Elemente. Durch dieses durchdachte Design steigt das Engagement der Mitarbeiter, und sie kehren eher regelmäßig auf die Plattform zurück, um neue Inhalte zu entdecken.

5. Soziales Lernen

Die Möglichkeiten für soziales Lernen sind in den meisten LMS eher begrenzt. Zwar bieten sie oft Grundfunktionen wie Diskussionsforen oder interne Nachrichten, diese spielen aber meist nur eine untergeordnete Rolle im gesamten Lernerlebnis.

Ein LXP hingegen stellt Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Mitarbeiter können aktiv miteinander interagieren, Inhalte teilen, Ressourcen empfehlen und Materialien kommentieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, eigene Lerninhalte zu erstellen. Dieser Ansatz fördert eine lebendige Kultur des Wissensaustauschs und des Peer-to-Peer-Lernens – besonders wertvoll in heutigen Arbeitsumgebungen, in denen Zusammenarbeit eine zentrale Rolle spielt.

6. Analyse und Reporting

LMS sind besonders stark darin, formale Lerndaten zu erfassen, etwa Abschlussquoten, Testergebnisse oder den Status bei Compliance-Trainings. Diese Funktionen sind vor allem für Unternehmen wichtig, die nachweisen müssen, dass sie regulatorische Anforderungen erfüllen, oder den Erfolg von Trainingsprogrammen messen wollen.

LXP-Systeme bieten ebenfalls Analysen, legen ihren Fokus aber stärker auf Engagement und Verhaltensmuster. Sie zeigen zum Beispiel, wie Mitarbeiter mit den Inhalten interagieren, welche Themen ihr Interesse wecken und wie sich ihre Fähigkeiten im Laufe der Zeit entwickeln. So entsteht ein umfassenderes Bild der Lernerfahrungen, auch wenn das Reporting nicht immer den strengen Anforderungen von Compliance-Trainings entspricht.

LMS vs. LXP – Vergleichstabelle

FunktionLMSLXP
LernansatzStrukturierte Lernpfade, die von den Administratoren vorgegeben werdenFlexibles, selbstbestimmtes Lernen, bei dem Mitarbeiter Inhalte nach Bedarf erkunden
PersonalisierungEingeschränkt, meist nur auf bestimmte Rollen zugeschnittenKI-gestützte Empfehlungen, stark auf die individuellen Interessen und Fähigkeiten abgestimmt
Bereitstellung von InhaltenInterne, festgelegte KurseInhalte aus unterschiedlichen Quellen – intern, extern oder von den Mitarbeitern selbst erstellt
BenutzererlebnisFunktional, kann weniger motivierend seinModern, intuitiv und komplett auf die Mitarbeiter ausgerichtet
Soziales LernenWenig Möglichkeiten zur ZusammenarbeitStarker Fokus auf Austausch, gemeinsames Lernen und Peer-to-Peer-Aktivitäten
Analyse & ReportingDetaillierte Berichte für Compliance und formale SchulungenErkenntnisse zu Engagement, Lernverhalten und Entwicklungstrends
Anwendungsfälle Compliance, Onboarding und formale SchulungenKontinuierliches Lernen, Weiterentwicklung der Mitarbeiter und Motivation

Diese Gegenüberstellung zeigt deutlich, dass LMS- und LXP-Plattformen unterschiedliche, aber sich ergänzende Aufgaben erfüllen. Während LMS für Struktur und Nachvollziehbarkeit sorgen, bieten LXPs Flexibilität und ein motivierendes Lernerlebnis. Bei der Wahl geht es also weniger darum, die eine Lösung durch die andere zu ersetzen, sondern vielmehr darum, die Plattform zu finden, die am besten zu Ihrer Weiterbildungsstrategie passt.

LXP vs. LMS: Anwendungsfälle und Praxisbeispiele

Compliance-Training

Für Compliance-Training sind Learning Management Systems oft die erste Wahl. Sie bieten die detaillierten Tracking- und Reporting-Funktionen, die Unternehmen benötigen, um den Fortschritt der Mitarbeiter zu überwachen und gesetzliche Anforderungen einzuhalten. Das ist besonders wichtig in Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzwesen oder Fertigung, in denen Compliance eine zentrale Rolle spielt. Mit einem LMS können Unternehmen problemlos Berichte erstellen, die Abschlussquoten zeigen und aufdecken, welche Mitarbeiter eventuell zusätzliche Schulungen benötigen.

Up- und Reskilling-Maßnahmen

Bei Up- und Reskilling-Maßnahmen erzielen Learning Experience Platforms häufig bessere Ergebnisse. Sie schaffen personalisierte Lernangebote, die auf die Bedürfnisse und Interessen jedes Mitarbeiters zugeschnitten sind, und machen das Lernen damit deutlich relevanter und motivierender. LXPs fördern kontinuierliches Wachstum, indem sie adaptive Lernpfade und Zugang zu vielfältigen Ressourcen bieten und den Mitarbeitern so die Verantwortung für ihre eigene Weiterentwicklung überlassen.

Onboarding

Auch beim Onboarding erfüllen sowohl LMS als auch LXP wertvolle Aufgaben. Ein LMS sorgt dafür, dass neue Mitarbeiter einheitliche Schulungen erhalten und alle wichtigen Informationen zu Unternehmensrichtlinien und jobrelevanten Fähigkeiten abdecken. LXPs hingegen steigern die Motivation, indem sie Neulingen erlauben, interaktive Inhalte zu erkunden und sich mit Kollegen zu vernetzen – so fühlen sich neue Mitarbeiter von Anfang an willkommen und motiviert.

Führungskräfteentwicklung

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Entwicklung von Führungskräften, bei der LXPs oft die Nase vorn haben. Führungsrollen erfordern eine breite Palette an sich entwickelnden Fähigkeiten, und LXPs unterstützen dies durch maximale Flexibilität. Teilnehmer können sowohl formale Kurse als auch Fallstudien und andere Schulungsmaterialien nutzen, die auf unterschiedliche Lernpräferenzen zugeschnitten sind. Dieser Ansatz personalisiert nicht nur die Lernreise, sondern fördert auch wertvolle Networking-Möglichkeiten unter angehenden Führungskräften.

Können LMS und LXP zusammenarbeiten?

Ja – und in vielen Fällen ist das sogar empfehlenswert. Statt sich zwischen LMS und LXP zu entscheiden, setzen viele Unternehmen auf einen hybriden Ansatz, der die Stärken beider Plattformen kombiniert.

Integration von LMS und LXP

Ein hybrider Ansatz schafft ein ganzheitliches Lernumfeld:

  • Learning Management System (LMS): Steuert Compliance-Trainings, verfolgt den Fortschritt der Mitarbeiter und liefert strukturierte Lernpfade.
  • Learning Experience Platform (LXP): Setzt den Fokus auf personalisierte Inhalte, eigenverantwortliches Lernen und soziales Lernen.

Vorteile eines kombinierten Ansatzes

  • Ausgewogene Lernstrategie: Vereint Compliance-orientiertes und mitarbeiterfokussiertes Training.
  • Höhere Lernbeteiligung: Bietet unterschiedliche Lernformate und gibt den Mitarbeitern Kontrolle über ihre Lernreise, was Motivation und Lernerfolg steigert.
  • Bessere Einblicke in Daten: Verschafft einen umfassenden Überblick über den Lernfortschritt und hilft, Schulungsstrategien gezielt anzupassen.
  • Flexibilität für unterschiedliche Schulungsbedarfe: Ermöglicht, die verschiedenen Bedürfnisse einzelner Teams effektiv zu adressieren.

Letztlich bringen sowohl LMS als auch LXP einzigartige Stärken mit, je nachdem, was ein Unternehmen benötigt. LMS-Plattformen überzeugen vor allem bei Compliance-Trainings, während LXPs hervorragend personalisierte und motivierende Lernangebote liefern. Durch die Kombination beider Systeme können Unternehmen eine rundum stimmige Strategie für die betriebliche Weiterbildung entwickeln, die echtes Wachstum und Lernen unterstützt.

So wählen Sie die richtige Plattform: LMS oder LXP

Bei der Auswahl einer Lernplattform sollten Sie die konkreten Lernziele Ihres Unternehmens sowie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter genau im Blick haben. In diesem Abschnitt zeige ich Ihnen, welche zentralen Fragen Sie sich stellen sollten, und gebe Orientierungshilfen, damit Sie zwischen einem Learning Management System (LMS) und einer Learning Experience Platform (LXP) die passende Lösung für Ihr Unternehmen finden – unter Berücksichtigung der jeweiligen Funktionen und Vorteile.

Wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, lohnt es sich, über folgende Punkte nachzudenken:

  1. Brauchen Sie eine strikte Compliance-Überwachung?

In Branchen mit regulatorischen Vorgaben ist die Nachverfolgung von Compliance essenziell. Es lohnt sich zu prüfen, wie jede Plattform Compliance unterstützt, da dies Ihre Entscheidung beeinflussen kann.

  1. Ist Personalisierung ein wichtiger Faktor?

Überlegen Sie, ob Ihre Mitarbeiter von individuell zugeschnittenen Lernangeboten profitieren. Personalisierung kann die Lernbeteiligung und den Lernerfolg deutlich steigern und ist daher oft entscheidend.

  1. Welches Maß an Eigenverantwortung sollen die Mitarbeiter beim Lernen haben?

Legen Sie fest, wie viel Kontrolle die Lernenden über ihre eigenen Lernpfade erhalten sollen. Ein selbstgesteuerter Ansatz kann bei motivierten Mitarbeitern zu besseren Ergebnissen führen.

  1. Benötigen Sie umfassende Reporting- oder Engagement-Analysen?

Wenn es für Ihr Unternehmen wichtig ist, Fortschritte, Lernbeteiligung und Lernanalysen zu erfassen, sollten Sie prüfen, wie gut jede Plattform diese Anforderungen erfüllt.

Entscheidungshilfen

Wählen Sie ein LMS, wenn:

  • Sie strukturierte Weiterbildungsprogramme benötigen.
  • Compliance und Zertifizierungen eine zentrale Rolle spielen.
  • Detailliertes Reporting erforderlich ist.

Wählen Sie ein LXP, wenn:

  • Sie eine aktive Lernkultur fördern möchten.
  • Personalisierung und Lernbeteiligung im Vordergrund stehen.
  • Sie selbstgesteuertes Lernen unterstützen möchten.

Kombinieren Sie LMS und LXP, wenn:

  • Sie die Vorteile beider Ansätze nutzen möchten.
  • Ihr Unternehmen unterschiedliche Schulungsbedarfe hat.
  • Sie Lerninitiativen in größerem Umfang skalieren wollen.

Zukunftstrends: LMS vs. LXP

Die Welt der betrieblichen Weiterbildung entwickelt sich rasant, besonders im Bereich von LMS und LXP. Moderne LMS-Plattformen integrieren zunehmend Funktionen wie personalisierte Lernpfade und soziales Lernen, während LXPs ihrerseits strukturierte Verwaltungsfunktionen ergänzen.

Zukünftige Entwicklungen

  • KI-gestützte Lernerfahrungen: Künstliche Intelligenz analysiert das Verhalten der Mitarbeiter und liefert so personalisierte Inhalte, die das Lernerlebnis verbessern.
  • Kompetenzorientierte Lernökosysteme: Schulungsprogramme werden gezielt auf die Anforderungen bestimmter Rollen und die Ziele des Unternehmens abgestimmt.
  • Mehr Fokus auf Lernbeteiligung: Gamification und interaktive Inhalte schaffen motivierende Lernumgebungen und steigern die Wissensaufnahme.
  • Integration in Geschäftsprozesse: Zukünftiges Lernen legt Wert auf die nahtlose Integration in Unternehmensabläufe, sodass Schulungen jederzeit einfach für Mitarbeiter zugänglich sind.

Für L&D-Fachleute bedeutet die Zukunft, ein integriertes Lernökosystem zu schaffen, das die Stärken von LMS und LXP vereint. Mit einem hybriden Ansatz können Unternehmen eine dynamische Lernumgebung gestalten, die sowohl die Unternehmensziele unterstützt als auch die individuelle Weiterentwicklung der Mitarbeiter fördert.

Zusammenfassung

Die Wahl zwischen LMS und LXP beschäftigt viele – doch es geht nicht darum, welche Plattform „besser“ ist, sondern welche am besten zu den konkreten Anforderungen Ihrer Unternehmen passt. Ein LMS überzeugt durch strukturierte, compliance-orientierte Schulungen, die für Einheitlichkeit sorgen. Ein LXP hingegen setzt auf Flexibilität und individuelle Lernwege, die Mitarbeiter nach ihren Interessen und Zielen steuern können.

Für viele Unternehmen ist die beste Lösung eine Kombination aus beiden Welten. So entsteht eine Lernumgebung, die Struktur und Orientierung bietet, zugleich aber Motivation und Selbstbestimmung der Mitarbeiter fördert. Wer die Stärken von LMS und LXP clever kombiniert, schafft eine Lernstrategie, die Mitarbeiter begeistert, Entwicklung vorantreibt und echte Ergebnisse liefert.


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